Tätigkeit als Dirigent
Musikverein Trachtenkapelle Gültstein (seit 2001)
Musikkapelle Eutingen (seit 2025)
Heiss wieder Weltmeister
Zehn Jahre sind es her, dass die Trachtenkapelle Musikverein
Gültstein mit ihrem Dirigenten Karlheinz Heiss bei der ersten
Noten-Schlüssel-Weltmeisterschaft im österreichischen Gaschurn
(Montafon) die begehrte Weltmeister-Trophäe mit nach Hause nehmen
durfte. Heuer war der Wettbewerb wieder ausgeschrieben. Und die
Trachtenkapelle konnte ihren Erfolg am vergangenen Wochenende
wiederholen. Gegen eine starke Konkurrenz von 11 Kapellen aus
Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz setzten
sich die 40 Frauen und Männer durch und überzeugten mit ihrer Bühnenshow
die Jury. So bleiben Meisterschaft und Pokal für die nächsten Jahre in
Gültstein.
Kirchenkonzert
Die Musikkapelle Eutingen lud für den vergangenen Sonntag zu einem Kirchenkonzert in die Eutinger St. Stephanuskirche ein. Der musikalische Leiter der Kapelle, Karlheinz Heiss, studierte mit der Kapelle eine Fülle an Musikstücken ein, die das Konzert zu einem besonderen Erlebnis für alle Besucherinnen und Besucher machen sollte.
Mit dem Konzert möchte die Musikkapelle Eutingen ihrem verstorbenen Mitglied Rolf „Jim“ Klink gedenken, der im vergangenen Jahr viel zu früh verstarb. Seine Stimme, sein Lachen, seine Art, immer mit anzupacken, wenn Hilfe gebraucht wurde – all dies fehlt der Kapelle. Und doch, so ist sich Vorsitzender Florian Weingärtner sicher, wer Rolf kannte, weiß auch, dass es das Letzte gewesen wäre, was er gewollt hätte, dass wir in Schwermut verfallen. Rolf Klink war ein geselliger Mensch, der das Leben, die Gemeinschaft und das Lachen liebte. Mit dem Konzert möchte die Musikkapelle Eutingen nicht nur innehalten und erinnern, sondern auch im Sinne von Rolf Klink einen schönen Abend miteinander verbringen bei wunderbaren Klängen und Musikstücken.
Die Spenden gingen an den Nabu und die katholische Gemeinde
Viele Musikliebhaber wollten sich das Konzert und die Erinnerung nicht entgehen lassen, sodass die Kirche bald sehr gut gefüllt war. Der Eintritt war frei – die Spenden des Konzertes gingen im Sinne der Familie Klink an den Nabu Eutingen, der damit eine Sitzecke errichten möchte – einen Ort, an dem man verweilen und innehalten kann, eine bleibende Erinnerung an Rolf Klink. Ein weiterer Teil der Spenden kommt der katholischen Kirchengemeinde Eutingen für die Renovierung der Sakristei zugute.
Der musikalische Vorsitzende Gerold Akermann führte durch das Programm und kündigte nach der Begrüßung gleich das Eröffnungsstück „Another Opening“ an. Ein Werk, das schon in der Überschrift den Beginn anklingen lässt – ein neues Öffnen, ein Auftakt, ein gemeinsames Hinhören. Nach dem prägnanten Eröffnungsstück entführte die Kapelle das Publikum mit dem Stück „How to train your dragon“ in die Welt des Films „Drachenzähmen leicht gemacht“. Mit dieser Filmmusik verbindet der Komponist John Powell große, weitgespannte Melodien mit rhythmischer Energie und keltisch anmutenden Klangfarben. So zauberte die Kapelle musikalisch ein Bild von Wind, Weite und Flug – voller Spannung, Wärme und Hoffnung.
Als Solist am Saxofon glänzte Herbert Woppert beim traditionellen Lied „Ellan Vannin“. Die Melodie ist schlicht, getragen und von einer besonderen Sehnsucht geprägt – sie erzählt von Heimat, Erinnerung und dem Gefühl, einem Ort und den Menschen dort tief verbunden zu sein.
Musik unterhält und berührt die Menschen tief
Einen echten Klassiker brachte die Musikkapelle mit „Music“ von John Miles zu Gehör. Musik ist nicht nur Unterhaltung, sondern etwas, das Menschen tief berühren, begleiten und verbinden kann.
Bei dem Stück „Heast as net“ durften sich die Besucher von den Sängerinnen Denise Rüth und Laura Burosch verzaubern lassen. Eines der berühmtesten Stücke von Hubert von Goisern wurde auch zum Highlight dieses Kirchenkonzertes.
Im Gegensatz dazu stand das nächste Stück: „Mountain of History“ oder auch „Berg der Geschichte“. Hier entführte die Kapelle die Zuhörer auf die musikalische Reise zum Hohenasperg. Dieser Berg mit seiner Festung ist nicht nur ein markanter Ort, sondern auch ein Ort voller Geschichte: Macht, Festlichkeit, aber auch Gefangenschaft und Freiheitssehnsucht.
Sie vergeht oft leise und unbemerkt – die Zeit. Mit der Polka „Zeitlos“ bekamen die Zuhörer keine gewöhnliche Polka zu hören. Der Komponist Martin Scharnagl lässt hier viel Raum für lyrische, einfühlsame Melodien und große Emotionen, die die Musikkapelle Eutingen musikalisch umgesetzt hat. „Zeitlos“ – eine Polka, die den Augenblick festhält und zugleich spüren lässt, wie schnell die Zeit vergeht.
Über 50 Jahre Tenorhorn/Bariton gespielt
Das Bariton-Register, in dem Rolf Klink über 50 Jahre Tenorhorn/Bariton gespielt hat, begann mit einer einstimmigen Passage das von John Stevens komponierte Stück „Benediction“, oder auf Deutsch „Segen“. Das musikalische Werk ist feierlich und choralartig angelegt und passt wunderbar in die ehrwürdige St. Stephanuskirche.
Zum Abschluss des denkwürdigen Kirchenkonzertes spielten die Musiker „O happy day“ – ein Stück, das für Freude, Hoffnung und Zuversicht steht.